Die schönsten Metropolen Europas: Prag

2 Mär

Das Wahrzeichen: die Karlsbrücke

Die Karlsbrücke wurde im 14. Jahrhundert errichtet und ist damit eine der ältesten Steinbrücken Europas. Sie verbindet die Prager Altstadt mit dem Stadtteil Kleinseite. Mit 516 Metern Länge ist sie die längste gotische Brücke Europas. Auf 16 Pfeilern thront sie über der Moldau, 30 Figuren zieren sie. Jedes Jahr wird sie von rund 10,5 Millionen Menschen überquert - der Einwohnerzahl Tschechiens.

Das Highlight: die Prager Burg

Groß und hoch gelegen ist sie - und ein Must-See für jeden Prag-Besucher: die Prager Burg. Sie liegt auf einer Anhöhe und gilt als das größte geschlossene Burgareal der Welt. Und alt ist sie, ein gutes Stückchen älter als die Karlsbrücke. Im 9. Jahrhundert gebaut, wurde sie ständig verändert und beispielsweise im 14. Jahrhundert um den Veitsdom ergänzt.

Die größte Kirche: der Veitsdom

Was lange währt, wird endlich gut. Der alte Spruch trifft auf den Veitsdom voll zu. Denn begonnen wurde mit dem Bau im 14 Jahrhundert - vollendet wurde er 1929. Heute ist der Veitsdom die größte - und viele sagen, auch die schönste - Kirche des Landes und nebenbei auch Lagerstätte der böhmischen Kronjuwelen. Von dem 99 Meter hohen Hauptturm hat man den vielleicht besten Blick auf Prag.

Die berühmteste Straße: das Goldene Gässchen

In den elf kleinen Häusern in dem Goldenen Gässchen an der Innenmauer der Prager Burg lebten im 16. Jahrhundert die Wachleute von Kaiser Rudolph II. Später zogen in die Häuschen vor allem Goldschmiede ein. Daher stammt vermutlich auch der Name Goldenes Gässchen, das auch Goldmachergasse genannt wird. Übrigens: Franz Kafka wohnte eine Zeit lang in Haus Nr. 22, das man besichtigen kann.

Tolle Aussicht: Blick vom tanzenden Haus

Eine der modernsten Sehenswürdigkeiten wurde 1996 erbaut: das Tanzende Haus. Das Eckhaus mit Restaurant und Bar ist alles andere als eckig. Rund, modern und unangepasst steht es am Ufer der Moldau. Weil es an eine Tänzerin erinnert, die sich an einen Herrn anschmiegt, bekam es den Spitznamen "Ginger und Fred", in Anlehnung an Ginger Rogers und Fred Astaire, die in vielen US-Tanzfilmen mitspielten.

Für Bücher-Interessierte: die Strahov-Bücherei

Die historische Klosterbücherei verwahrt insgesamt 200.000 Bände, die in ihrer überwiegend braunen Schlichtheit gegen die aufwendig verzierte Decke regelrecht in den Hintergrund treten. Der älteste Teil der Bücherei stammt aus dem 17. Jahrhundert. Für 150 tschechische Kronen (umgerechnet rund sechs Euro) darf man einen Blick in die Bibliothek werfen.

Geschichte hautnah: das jüdische Viertel

Unweit der Innenstadt befindet sich das jüdische Viertel Josefstadt (Josefov). Allein sechs Synagogen aus den unterschiedlichsten Epochen gibt es dort zu sehen - alle sehen grundverschieden aus. Außerdem gibt es im jüdischen Viertel ein jüdisches Rathaus und einen der bedeutendsten jüdischen Friedhöfe Europas. Obwohl nur 10.000 Quadratmeter klein, gibt es dort 12.000 Grabsteine.

Prag zu Fuß: Spaziergang durch Vyšehrad

Südlich der Prager Neustadt liegt der Vyšehrad - eine im 10. Jahrhundert gegründete Festung - hoch erhoben neben der Moldau. Von dort hat man einen tollen Blick auf die Stadt (Foto). Innerhalb der Festung gibt es auch etwas zu sehen: die St.-Peter- und-Paul-Kirche und den Vyšehrader Friedhof. Auf dem bekanntesten Friedhof Prags liegen viele Künstler, Wissenschaftler und Politiker begraben.

Entschleunigen im Letná Park

Besonders ruhig und entspannt geht es in der grünen Oase der Stadt zu. Spazieren oder einfach nur auf den Grünflächen ruhen - entschleunigen ist hier kein Problem. Der Park ist bei Einheimischen und Touristen gleichermaßen beliebt. Unser Tipp: Im Biergarten Letenský zámeček die Aussicht (Foto) auf die Stadt mit einem Getränk genießen.

Für Naschkatzen: Süßes aus Prag

Ein Menü schließt man mit Süßem ab, so auch unsere Pragreise. Die beliebteste Süßigkeit der Tschechen kennt man vom Weihnachtsmarkt: die Trdelniks. Die Baumstriezel aus Hefeteig werden auf Stöcken aufgerollt und über Feuer gebacken. Gerne gegessen in Prag werden aber auch Medovnik, ein Honigkuchen, der aus zehn Schichten besteht, und Kolatschen, ein Gebäck, das meist mit Mohn belegt wird.

Autorin Sophie Dissemond

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