"Game of Thrones"- Ableger "House of the Dragon" startet

21 Aug

Weißblond sind die Targaryens - und manche von ihnen sind ziemlich verrückt. Vom "Irren König" Aerys war bereits in "Game of Thrones" (GoT) die Rede, immerhin war er der Vater von Daenerys Targaryen, einer der Hauptfiguren aus GoT, die dort am Ende einen Hang zum Durchdrehen zeigte. 

 

Die preisgekrönte Fantasy-Serie endete 2019 in einem für viele Fans enttäuschenden Finale. Doch nun werden sie - vielleicht - versöhnt. Denn jetzt wird die Geschichte des einst so mächtigen Geschlechts der Targaryens erzählt. Zwei Jahrhunderte vor der Handlung aus GoT besaßen die Targaryens den Eisernen Thron und damit die Herrschaft über die Sieben Königreiche des fiktiven Kontinents Westeros. Und hier beginnt die Geschichte von "House of the Dragon".

In dieser Zeit trifft König Viserys - der ausnahmsweise mal nicht verrückt ist, sondern ein besonnener und gütiger Regent - nach einem dramatischen Schicksalsschlag eine sehr unpopuläre Entscheidung. Er erklärt seine Tochter Rhaenyra zur Thronfolgerin - obwohl noch nie eine Frau auf dem Eisernen Thron saß und ein Haufen möglicher männlicher Thronfolger mit den Füßen scharrt.


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Zudem gibt es da noch König Viserys' zwielichtigen Bruder mit dem bezeichnenden Namen Deamon, der nichts Gutes im Schilde führt - und bei dessen Figur sich offenbart, was in Westeros zu einem geflügelten Wort geworden ist: Die Götter werfen bei der Geburt eines Targaryen eine Münze und entscheiden, ob dieser wahnsinnig wird oder nicht. Aus dem Machtkampf innerhalb des Hauses Targaryen entsteht ein Bürgerkrieg, der mit Drachenfeuer und Schwertern ausgetragen wird und den Niedergang der Targaryens und deren Drachen einläuten wird. Wie das schließlich endet, wissen Game of Thrones-Fans.

Bekanntes Setting

Und die werden sich in "House of the Dragon" direkt zu Hause fühlen. Denn das "Look & Feel" der Serie ist wohlbekannt: Die Optik, das Blut, das auch hier üppig aus zerfetzten Körpern sprudelt, ebenso wie die Orte. Der "Eiserne Thron" steht in der großen Halle in Königsmund, die Berater des Königs sitzen an der mächtigen Steintafel, an der auch in GoT Entscheidungen getroffen und Intrigen geschmiedet wurden.

Hauptdrehort war diesmal allerdings nicht das kroatische Dubrovnik, stattdessen wurde im südenglischen Cornwall gedreht, im nordenglischen Derbyshire, in der Nähe von London, zudem im spanischen Cáceres, auf der Burg Monsanto in Portugal und in Los Angeles.

Die Vorlage zur Serie stammt vom Autor George R.R. Martin, der mit seinen Büchern über den Kontinent Westeros ein komplettes Fantasy-Universum geschaffen hat. War es bei GoT noch der Romanzyklus "Das Lied von Eis und Feuer" ist es hier die 2018 veröffentlichte Buchvorlage "Feuer und Blut". Martin fungiert bei der Serie als Co-Produzent und war zusammen mit Drehbuchautor Ryan Condal an Drehbuch und Produktion maßgeblich beteiligt. Auf dem Regiesessel saß Miguel Sapochnik - ein erfahrener "Game of Thrones"-Veteran.

Starkes Schauspiel-Ensemble

Auch die Schauspielerinnen und Schauspieler, die für "House of the Dragon" vor der Kamera standen, sind durchweg stark und einige von ihnen werden Serienjunkies auch bekannt sein. So spielte Matt Smith, der Darsteller des zwielichtigen Prinzen Daemon Targaryen, die Titelfigur in der BBC-Kultserie "Doctor Who". Als den jungen Prinz Philip kennt man ihn aus der Netflix-Serie "The Crown" über das Leben von Queen Elizabeth II.

Die Schlüsselfigur Rhaenyra Targaryen wird von Emma D'Arcy verkörpert. Die 30-Jährige identifiziert sich selbst als nicht-binäre Person und trat bereits in den Serien "Wanderlust" und "Truth Seekers" auf. Eine Frau mit langem Umhang steht vor einer Treppe. Hinter ihr ein Mann auf einem Thron aus Schwertern, vor ihr kniet ein weiterer Mann.

Wird Rhaenryra die neue Herrscherin über die Sieben Königreiche?

George R.R. Martin ist zufrieden mit dem Cast. Auf seiner Webseite schreibt er: "Genau wie bei Game of Thrones werden die meisten Zuschauer nur von wenigen der Schauspieler gehört haben, aber ich denke, man wird sich in viele von ihnen verlieben."

Neben den Menschen kommen diesmal erheblich mehr Drachen zum Einsatz, 17 geschuppte fliegende Flammenwerfer sollen es sein, die auf den Befehl "Dracarys!" ihr tödliches Feuer speien. So wird der Bürgerkrieg, der die Handlung von "House of the Dragon" bestimmt, später als "Tanz der Drachen" in die Geschichte von Westeros eingehen. Beide Konfliktparteien verfügen über die Drachen - und setzen die feuerspeienden Bestien gnadenlos gegen ihre Verwandten und ehemaligen Freunde ein.

So verspricht Erfolgsautor George R.R. Martin den Zuschauern jede Menge "Drachen-Power" und zeigt sich in seinem Blog von der Umsetzung seiner Geschichte begeistert: "Ich liebe es. Es ist dunkel, es ist kraftvoll, es ist tief... genauso wie ich meine epische Fantasy mag. Ich glaube, die Targaryens sind in sehr guten Händen".

Logo der Serie House of the Dragon, darauf zu sehen eine Frau in königlicher Robe vor einem Thron aus Schwertern, hinter ihr das Konterfei eines riesigen Drachens, im Vordergrund Flammen.

Ganz im "Game of Thrones"-Look

"House of the Dragon" startet am 21. August bei HBO und HBO-Max, in Deutschland geht es in der Nacht zum 22. August auf dem Pay-TV-Sender Sky sowie auf dem Sky-Streamingdienst wowtv los. 

Eins wollen wir hier vorwegnehmen: Die erste Folge fackelt nicht lange. 18 Minuten nimmt sich die Episode Zeit, die wichtigsten Charaktere behutsam und für den ersten Moment ausreichend einzuführen - und dann zeigt Deamon Targaryen zum ersten Mal, wie er tickt.

 

Autorin Silke Wünsch    

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