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Nordische Literaturtage 2023

ROSKVA KORITZINSKY (NORWEGEN)
Moderation (norwegisch/deutsch): Andreas Donat

Den Abend mit drei Autorinnen eröffnet Roskva Koritzinsky, eine der vielversprechendsten Stimmen der norwegischen Gegenwartsliteratur. Ihr Band »Ich habe die Welt noch nicht gesehen« war 2018 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert. Mit ihrem neuen Buch »tritt Roskva Koritzinsky als Autorin mit starkem Willen hervor« (»Morgunbladet«). »Keine Heiligen« (Karl Rauch; Übersetzung: Andreas Donat), sieben »Noveller« – also Erzählungen, die in der nordeuropäischen Literaturlandschaft weitaus sichtbarer sind als in der deutschsprachigen – erweitern auf kraftvollen 120 Seiten unsere Blickwinkel. Ein bildender Künstler isoliert sich, um exakte Repliken von Gemälden anderer zu schaffen. Eine Frau entdeckt in Archangelsk die Überbleibsel ihrer Kindheit. Ein Junge sucht Zuflucht in den Wäldern Schwedens. Hier weiß eine Autorin mit sprachlichem Feingefühl über den Text hinaus Gedanken zu entfachen, über Vergangenes, Einsamkeit und Sehnsüchte, und Stimmungen zu evozieren.

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JOHANNE LYKKE HOLM (SCHWEDEN)
Moderation (schwedisch/deutsch): Katharina Alsen

Die Atmosphäre ist ebenfalls das Fesselnde in Johanne Lykke Holms Roman, der 2021 für den Literaturpreis des Nordischen Rates nominiert war. »Eine Welt von höchster Dichte«, nennt Dorothee Elmiger es im Nachwort zur deutschen Ausgabe (AKI; Übersetzung: Hanna Granz). Der Titel weist auf den Ort am Lago Maggiore hin und führt zum Übernatürlichen – »Strega« steht im Italienischen für »Hexe«. Neun junge Frauen kommen als Saisonarbeiterinnen in ein abgelegenes Hotel – eine Szenerie, die ihre Referenzen in Film und Literatur findet. Sie perfektionieren die Arbeitsabläufe, führen sie ritualisiert aus. Doch Gäste kommen nie. Bis eines Abends eine rauschende Party steigt – und eine von ihnen verschwindet. Eine beschwörende Auseinandersetzung mit Frauenrollen und Weiblichkeit im Patriarchat. Die Schwedin Johanne Lykke Holm hat unter anderem Yahya Hassan aus dem Dänischen übersetzt und leitete mit Olga Ravn »Hekseskolen« (die Hexenschule), einen feministischen Schreibkurs.

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HELGA FLATLAND (NORWEGEN)
Moderation (norwegisch/deutsch): Clara Sondermann

Von einem mystischen Norditalien wechseln wir mit Helga Flatlands »Die Resonanzen« (Ecco) in eine sehr norwegische Realität der Gegenwart. Wegen einer innigen Affäre mit ihrem Schüler Jakob verliert Mathilde ihren Job. Sie flüchtet von Oslo aufs Land, auf den Hof der Brüder Andres und Johs. Die dort mit der Hardangerfiedel intonierten Volksweisen über weibliches Aufbegehren, das stets im Unglück endet, finden bei ihnen noch immer Anklang. Helga Flatland, die skandinavische Sprach- und Literaturwissenschaften sowie Kreatives Schreiben studierte und zu den bekanntesten jungen Autorinnen Norwegens zählt, lässt diese zwei Lebenswelten zwischen Tradition und Emanzipation in ihrem siebten Roman auch sprachlich aufeinandertreffen: Mathildes Sicht ist auf Bokmål, der dominierenden der beiden offiziellen Schrift- sprachen des Norwegischen verfasst; Johs kommt auf Nynorsk zu Wort. Elke Ranzinger und Ina Kronenberger haben für ihre Übersetzung des Nynorsks eine Art Kunstsprache entwickelt. Mit glaubwürdigen wie eigenwilligen Charakteren birgt die Geschichte ständig Überraschungen und zieht in einem Strom bis zu ihrem vieldeutigen Ende.

IM ANSCHLUSS: MODERIERTES PUBLIKUMSGESPRÄCH

Mit freundlicher Unterstützung der Behörde für Kultur und Medien Hamburg und vieler weiterer Förderer

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